Das Magazin Budget Travel veranstaltet eine Umfrage, bei der es darum geht, Amerikas „coolest small town“ zu bestimmen. Die meisten USA-Reisenden werden kleine Orte bestenfalls von der Durchfahrt kennen, denn die Ziele eines Amerika-Urlaubs heißen natürlich eher New York oder Las Vegas als zum Beispiel Cooke City, Montana. Dabei sind es eigentlich die small towns, die ein typisches Bild von Amerika zeichnen, wo man die interessantesten Menschen trifft und wo es oftmals auch die besten Fotomotive gibt – wer mag die Bilder von der alten Route 66 nicht?
Sehen wir uns das einmal an. In der Endauswahl bei Budget Travel findet sich unter anderem Weaverville, California, Einwohnerzahl 3807. Wer hätte gedacht, dass es genau hier den ältesten durchgängig genutzten chinesischen Tempel Kaliforniens gibt? Und ist es nicht ein verlockender Gedanke, dass man ebenso in rund zwei Stunden zum Mount Shasta gelangt, wie man in rund zwei Stunden zum Pazifik bei Eureka kommt? Auf dem nahegelegenen Trinity River kann man Rafting betreiben oder die Angel auswerfen, die Gegend ist mit ihrem ausgedehnten Wegenetz schön zum Radfahren und Golf spielen kann man auch. Und zum Abschluss bietet sich vielleicht ein Besuch in einer der vier Weinkellereien in der Umgebung an.
So ist auch Weaverville, CA ein gar nicht mal uninteressanter Ort. Wer hier ein paar Tage verbringt und dabei in einem der familiengeführten Hotels oder Bed and Breakfasts absteigt, kommt den Menschen in Amerika sicher näher als das in einem der Riesenhotels von Las Vegas möglich wäre. Small town America – nur für Fortgeschrittene.




